FESTGEFAHREN

Darf ich mich vorstellen? Ich bin einer Ihrer holländi-schen Berufskollegen und möchte Ihnen ein span-nendes Erlebnis aus meinem Berufsalltag erzählen. Vor etlichen Jahren transportierte ich mit einem Tieflader einen Zwölftonner-Gabelstapler mit beson-ders hohem Hebemast. Beim Erreichen einer Bahnüberführung verringerte ich meine Geschwindigkeit stark und fuhr sehr vorsichtig heran. Mein Fahrzeug passte so gerade hinein. Die überführung hatte jedoch eine leichte Durchbiegung, so dass ich auf den letzten Zentimetern doch noch stecken blieb. Ich dachte: "Mit einem starken Ruck komme ich bestimmt wieder frei." Also gab ich kräftig Gas und schaffte es auch tatsächlich. Aber dann sass ich erst recht in der Klemme, denn hinter dieser grösseren Überführung lag noch eine ettwas kleinere, die ich nicht bemerkt hatte. Als der Hebemast des Gabelstaplers von der grösseren Überführung frei-kam, schnellte er mit einem Ruck nach oben - genau in die Lücke zwischen den beiden Überführungenl Jetzt sass ich völlig fest und konnte weder vor noch zurück. Eine letzte Möglichkeit blieb mir noch. Ich liess die Luft ganz aus den Reifen des Gabelstaplers und teilweise auch aus den Reifen des Tiefladers. (In diese Zeit gab’s noch keine Luftfederung) Dadurch konnte ich mich aus der Falle befreien. Seitdem nehme ich immer eine Karte mit, in der alle Brücken und Bahnüberführungen in ganz Holland mit Durchfahrthöhen angegeben sind.

FESTGEFAHREN IM LEBEN

Wie es mir mit dem Tieflader erging, kann es auch im persönlichen Leben kommen. Auch im Leben können wir stecken bleiben. Wir manövrieren uns in Probleme hinein und versuchen dann mit allen möchligen Tricks, wieder davon freizukommen. Manchmal scheinen diese Tricks zunächst auch erfolgreich zu sein, aber früher oder später sitzen wir dann doch in einer ausweglosen Situation völlig fest. Das war auch in meinem Leben so. Ich versuchte, mich mit billigen Ausreden zu befreien. Nach einigen Jahren Ehe nahm ich es mit der Ehrlichkeit nicht mehr so genau. Meine Frau und ich lebten uns immer weiter aus einander. Eines spürte ich ganz deutlich: So konnte mein Leben nicht weitergehen! Es musste sich etwas ändern, aber ich fand einfach nicht den richtigen Ansatzpunkt. Jeder Versuch, mich selbst aus dieser Falle zu befreien, scheiterte kläglich. Es ging einfach immer wieder schief.

Vielleicht sitzen Sie gerade in einer änlichen Falle fest. Wenn Sie auch nach einer grundlegenden Veränderung suchen, dann gibt es eine erfolgver-sprechende Lösung. Ich habe eine gangbaren Weg gefunden. (Auch wenn ihr Leben vielleicht nicht ganz so 'verfahren' ist wie meines, sollten Sie diese Weg ausprobieren.) Er endet niemals in einer Sackgasse. Jesus Christus ist dieser Weg. Er hat gesagt, dass jeder der überlastet und niedergedrückt ist zu ihm kommen darf. Und er verspricht Ruhe und inneren Frieden. Deshalb möchte ich Dir erzählen, wie mein Leben schliesslich doch veränderte.

Ich sagte Gott dass ich mein Leben verpfuscht hatte. Ich gab die Fehler zu, die ich gemacht hatte, und auch dass ich nach innere Ruhe suchte. Dann dankte ich Gott, dass Jesus Christus sein Leben opferte, uhm meine Fehler und meine Schuld zu bereinigen, und dass er aus dem Tod wieder auferstand. 'Soweit es an mir lag, bereinigte auch die Beziehungen zu meinen Mitmenschen. Gott vergab mir alle meine Schuld und erneuerte mein Leben. Dasselbe tat er auch für meine Frau, die ebenfalls ihre Sünde zugab und Jesus Christus als ihren Erlöser annahm. Dazu knieten wir einfach zusammen nieder und sagten Gott all die Dinge, die uns schwer auf dem Herzen lagen. Gott schenkte uns praktisch ein ganz neues Leben.

Unsere Ehe wurde danach aufregender und schöner, als in der Zeit des ersten Verliebtseins. Nachdem wir uns entschlossen hatten, Jesus in unser Leben mit hineinzunehmen und für Gott zu leben, führten wir fast 30 Jahre lang eine sehr glückliche Ehe. Nach 32 gemeinsamen Jahren erkrankte meine Frau an Krebs. Nach 9 Monaten starb sie und ging -völlig gefasst und ruhig- in das ewige Leben mit unserem gemeinsamen Herrn Jesus Christus hinüber. Ich bin ganz sicher, dass ich sie später dort bei Ihm wiedertreffen werde, wenn meine Lebenszeit auf dieser Erde zuende geht. Gott hat meiner Frau und mir wirklich ein neues Leben geschenkt, und diese innere Gewissheit und Ruhe habe ich nicht verloren, auch wenn meine geliebte Ehefrau jetzt nicht mehr an -meiner Seite ist.

Als wir Jesus in unser Lebeh einluden, war das keine 'fixe Idee' und kein 'Sprung ins Ungewisse' - ganz im Gegenteil. Gott hat seitdem immer treu zu uns gestanden und unserem Leben ei ne ganz neue Richtung gegeben.

Er bietet jedem Menschen diese innere Ruhe an. Wenn Sie sich nach einem Leben in echtem inneren Frieden sehnen, dann gehen Sie an einen ruhigen Ort, an dem Sie ganz ungestört sind, und sprechen Sie mit Gott. Dass kann selbstverständlich auch in Ihrer Fahrerkabine sein. Es ist ganz egaI, ob Sie laut sprechen oder leise flüstern. Er hört jedes Wort, das Sie zu ihm sagen, wenn es direkt aus Ihrem Herzen kommt. Als Antwort wird er Ihnen Frieden und innere Ruhe ins Herz geben. Sie brauchen nur ganz ehrlich und aufrichtig mit ihm zu sprechen.

Vorhin habe ich die Landkarte erwähnt die mich auf allen Fahrten begleitet. Ich benutze sie immer, wenn auf meiner Strecke eine unbekannte Überführing oder Brücke liegt, deren Dürchfahrtshöhe ich nicht kenne. Ausserdem habe ich jetzt eine weitere 'Landkarte' (eigentlich ein Buch) dabei - die Bibel. Darin lese ich von Gottes Liebe zu mir und von sei-nem Plan für mein Leben. Dieses Buch bewahrt mich davor, mit meinem Leben wieder in einer Falle hoffnungslos stecken zu bleiben.

SACKGASSE ODER…

In der Bibel ist von zwei Wege die Rede.

Der erste Weg werd so beschrieben: "Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des todes." (Sprüche 14,12) Ich ging auf diesem Weg, bis ich mich Jesus Christus zuwandte. Es war der Weg, der in endlose Not und Verlorenheit führt.

Es gibt sie wirklich, die vielzitierte Hölle.

Der zweite Weg, den die Bibel nennt, ist der Herr Jesus Christus selbst. Er sagt: "lch bin der Weg ... "(Johannes 14,6), "wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist"(Johannes 11,25). Heute bin ich auf diesem Weg unterwegs, der zum ewigen Glück führt, gerettet für alle Ze it.

Es gibt ihn wirklich, den vielzitierten Himmel!

Welchen Weg wählen Sie? Wenn Sie sich noch auf dem falschen Weg befinden, dann tunSie das, was Sie auch tun würden, wenn Sie mit Ihrem Lkw ver-fahren hätten: Fahren Sie zurück und biegen Sie in die richtige Strasse ein! 

Martien Stam
Fernfaher aus Holland

Interessante Deutschsprächige Fährer Site finden Sie hier!



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